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Transporte an Sonn- und Feiertagen

Allgemeine Informationen

 

Jedes Transportunternehmen und jede Privatperson kann eine Ausnahmegenehmigung für Transporte an Sonn- und Feiertagen beantragen, wenn Lastkraftwagen mit einem zulässigen Gesamtmasse über 7,5 Tonnen sowie Anhänger hinter Lastkraftwagen innerhalb der Transportverbotszeit geführt werden sollen.

Wann ist der Transport verboten?

In Deutschland dürfen an Sonntagen und Feiertagen in der Zeit von 0 bis 22 Uhr Lastkraftwagen mit einer zulässigen Gesamtmasse über 7,5 t sowie Anhänger hinter Lastkraftwagen nicht verkehren. Das Verbot gilt generell nicht für

  1. kombinierten Güterverkehr Schiene-Straße vom Versender bis zum nächstgelegenen geeigneten Verladebahnhof oder vom nächstgelegenen geeigneten Entladebahnhof bis zum Empfänger, jedoch nur bis zu einer Entfernung von 200 km,

1a. kombinierten Güterverkehr Hafen-Straße zwischen Belade- oder Entladestelle und einem innerhalb eines Umkreises von höchstens 150 Kilometern gelegenen Hafen (An- oder Abfuhr),

  1. die Beförderung von
  2. a) frischer Milch und frischen Milcherzeugnissen, b) frischem Fleisch und frischen Fleischerzeugnissen, c) frischen Fischen, lebenden Fischen und frischen Fischerzeugnissen, d) leicht verderblichem Obst und Gemüse
  3. Leerfahrten, die im Zusammenhang mit Fahrten nach Nummer 2 stehen,
  4. Fahrten mit Fahrzeugen, die nach dem Bundesleistungsgesetz herangezogen werden. Dabei ist der Leistungsbescheid mitzuführen und auf Verlangen zuständigen Personen zur Prüfung auszuhändigen. (Auszug § 30 Abs. 3 Straßenverkehrsordnung)

Für andere Fahrten können in dringenden Fällen Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot genehmigt werden, zum Beispiel:

  • zur Versorgung der Bevölkerung mit leicht verderblichen Lebensmitteln,
  • zur termingerechte Be- und Entladung von Seeschiffen,
  • zur Aufrechterhaltung des Betriebes öffentlicher Versorgungs- oder Verkehrseinrichtungen.

Bitte beachten Sie, dass wirtschaftliche oder wettbewerbliche Gründe allein keine Rechtfertigung für eine Ausnahme darstellen.

Welche Unterlagen werden benötigt?
  • vollständig ausgefüllter Antrag
  • Dringlichkeitsbescheinigung der IHK
  • Nachweis, dass die Beförderung außerhalb der Verbotszeit nicht möglich ist
  • Kopie Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) für jedes Fahrzeug / jeden Anhänger
Welche Gebühren fallen an?

Die Gebührenhöhe erfahren Sie bei Ihrem Ansprechpartner. Diese richtet sich nach Art und Umfang der zu erteilenden Anordnung.

Welche Fristen muss ich beachten?

Der Antrag sollte mindestens 14 Tage vor Durchführung des Transportes gestellt werden.

Rechtsgrundlage

u. a. Straßenverkehrsordnung (StVO)

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